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Schnell wieder warm – Tipps für die Heizungsstörung
Fällt die Heizung aus, macht sich dies oft erst nach einigen Stunden bemerkbar. Wenn jedoch das warme Wasser ausbleibt und die Temperaturen kontinuierlich sinken, wird es auch im schönsten Zuhause sehr schnell ungemütlich. In einem solchen Fall sollten Sie schnell handeln und die richtigen Schritte in Gang setzen, um die Heizung bald wieder wie gewohnt zu verwenden. Je nach Ausgangssituation empfehlen sich allerdings verschiedene Vorgehensweisen zur effektiven Problemlösung.
Heizungsstörung Hilfe – Tipps in der Übersicht
- Ursache suchen
- evtl. selbst beheben, beispielsweise durch Entlüften oder Wasser nachfüllen
- evtl. Einstellungen an der Heizung überprüfen
- bei Ausfall Wärme in der Wohnung halten
- sofort Fachbetrieb kontaktieren (Eigenheim)
- Mietwohnung: Vermieter kontaktieren und bei längerem Ausfall Mietminderung in Betracht ziehen
Nur lauwarm – so arbeitet die Heizung wieder normal
In vielen Fällen handelt es sich nicht um einen Totalausfall der Heizung, sondern nur um eine Einschränkung. Dies erkennen Sie in erster Linie an einem lauwarmen Heizkörper in den eigenen vier Wänden. Die Heizungsanlage funktioniert also eigentlich, die Wärme kommt nur nicht vernünftig an. Meist sorgt Luft im Heizkreislauf für den eingeschränkten Wärmetransport, da diese die Energie deutlich schlechter transportiert. Neben einer geringeren Heizleistung sorgt diese Problematik auch für immense Heizkosten. Allerdings beheben Sie diese Problematik auch in Eigenregie mit Leichtigkeit, indem Sie mit einem passenden Schlüssel aus dem Baumarkt die Luft aus dem System lassen. Drehen Sie das Ventil an den Seiten vorsichtig auf. Achtung: Halten Sie unbedingt ein Gefäß bereit, da sofort Wasser austritt, wenn die Luft entwichen ist. Entlüften Sie nacheinander alle Heizkörper im Haushalt und überprüfen Sie anschließend den Wasserstand im System, da dieser durch das Entlüften fallen kann.
Ungewöhnliche Geräusche der eigenen Heizung
Oftmals machen sich Probleme mit der Heizung auch durch ungewöhnliche Geräusche bemerkbar. Diese sind häufig ein erstes Anzeichen für technische Probleme oder weisen auf einen baldigen Totalausfall hin. Die Vielfalt der Geräusche ist breit gefächert, vom klassischen Klopfen bis hin zum Brummen oder Quietschen ist prinzipiell alles möglich. Viele der Geräusche weisen auf einen Defekt oder sogar einen Fehler bei der Installation hin. Lose Rohre oder ein falsch eingestelltes Überstromventil verursachen die nervigen Geräusche und führen in vielen Fällen zur eingeschränkten Heizungsleistung. Allerdings lassen sich diese Fehler in der Regel nicht selbst beheben, sondern sind ein Fall für den Fachmann. Wenden Sie sich an einen erfahrenen Monteur, um wieder normal zu heizen und gleichzeitig folgende Schäden zu vermeiden.
Das richtige Verhalten bei Totalausfall
Der Totalausfall einer Heizung ist immer das schlimmste aller Szenarien. Nicht nur kalte Räume, sondern auch ein Ausfall der Warmwasserversorgung droht. Dementsprechend spielt die schnelle und richtige Reaktion beim Ausfall der Heizung eine wichtige Rolle. Allerdings unterscheidet sich das Verhalten je nach Wohnform. Wer beispielsweise zur Miete wohnt, muss sich direkt an den Vermieter wenden. Dieser ist dazu verpflichtet, so schnell wie möglich einen Fachbetrieb zu beauftragen, die Heizung zu reparieren. Denn für Mietwohnungen gelten Mindesttemperaturen, die in den Monaten Oktober bis April vorliegen müssen. Ist dies nicht der Fall, steht sogar die Möglichkeit einer Mietminderung im Raume. Im Eigenheim gestaltet sich das Vorgehen bei einem Ausfall der Heizung natürlich anders, denn hier sind Sie selbst der Ansprechpartner. Rufen Sie sofort den bekannten Fachbetrieb an. Im optimalen Wahl handelt es sich hierbei um den Betrieb, der auch die Installation der Anlage bei Ihnen vor Ort vornahm. Das notwendige Wissen rund um die Technik ist in einem solchen Fall bereits vorhanden. Alternativ ist auch der Kundendienst des Herstellers der richtige Ansprechpartner für Ihre Probleme mit der Heizung, Außendiensteinsätze sind hier allerdings oft deutlich teurer.
Mit dem richtigen Verhalten Problemen vorbeugen
In vielen Fällen haben Sie es allerdings in der Hand, Ausfälle oder Probleme mit der Heizung schon im Vorfeld zu vermeiden. Denn die regelmäßige Wartung der Anlage steigert die Zuverlässigkeit der Techniken drastisch. Je nach gewählter Technik und Heizart unterscheiden sich die Wartungsintervalle zwar deutlich, eine Anlage mit Flüssiggas muss beispielsweise nur alle zwei Jahre gewartet werden. Bei einer normalen Gasheizung oder nachhaltigen Alternativen, beispielsweise einem Pelletsystem, empfehlen die Experten eine jährliche Wartung. Viele Fachbetriebe rund um Heizung und Sanitär bieten praktische Wartungsverträge an und unterstützen Sie somit dabei, die jährlichen Wartungen einzuhalten und die Zuverlässigkeit der Heizungsanlage zu steigern.
Der Sonderfall: Heizungsstörung nach einem Unwetter
Fällt die Heizung aufgrund eines Unwetterschadens aus, sollten Sie zunächst die Versicherung kontaktieren, um die Kostenregulierung zu klären. Achten Sie auf eine lückenlose Dokumentation der Schäden und heben Sie auf jeden Fall alle defekten Teile auf, sollte bereits eine Reparatur erfolgt sein. Reichen Sie die Daten bei der Versicherung ein, um das Geld schnell zu erhalten. Sollte trotz Reparatur ein normaler Betrieb der Heizung nicht möglich sein, wie dies oft bei einer Gasheizung der Fall ist, ist unter Umständen eine Umstellung auf einen anderen Energieträger möglich, beispielsweise Flüssiggas. Lassen Sie sich in diesem Fall durch einen Fachmann beraten.




